Frauenaktionswoche

"Papenheimer" stellen sich vor

Zonta-Club ​beteiligt sich mit Info-Abend im Mehrgenerationenhaus an Frauenaktionswoche
Höxter. „Nur Wohnen ist zu wenig“: Unter diesem programmatischen Leitmotiv informieren Initiatorinnen und Bewohnerinnen des Mehrgenerationenhauses in der Papenstraße 17 am Mittwoch, 13. März, auf Initiative des Zonta-Clubs Höxter im Rahmen der Frauenaktionswoche über ihr Lebensmodell.

Mit dem Info-Abend vor Ort in der Papenstraße schließt sich ein Kreis: Bei einer Zonta-Veranstaltung im Rahmen der Frauenwoche vor acht Jahren war im Beisein von etwa 100  Besucherinnen die Idee für diese Wohnform geboren worden. Jetzt ist sie Wirklichkeit. Seit mehr als drei Jahren leben Menschen verschiedenen Alters in dem eigens sanierten Baudenkmal zusammen. Das Haus war einst ein Adelshof. Später beherbergte es die Baugewerkschule.  Architektin Susanne Krekeler gestaltete es geschmackvoll und denkmalgerecht um.

Sie und Karin Sielemann stehen als Frauen der ersten Stunde am 13. März Rede und Antwort. „Wenn ich ein solches Projekt in die Wege leiten will, muss ich für diese Idee brennen. Sonst funktioniert es nicht“, stellt Karin Sielemann klar. Sie lebt in einer der neun Wohneinheiten und würde den Schritt in diese Wohnform jederzeit wieder gehen.

Wer sich vorstellen kann, in einem Mehrgenerationenhaus zu leben, ist an dem Info-Abend in der Papenstraße 17 genau richtig. Karin Sielemann rät Interessierten, dass sie zunächst Ausschau nach Gleichgesinnten halten und dann zunächst grundsätzlich abstecken, wie eng das Zusammenleben sein soll. Wie viele Wohneinheiten? Feste Regeln oder lockerer Zusammenschluss? Was ist mir am gemeinsamen Wohnen besonders wichtig? Was erhoffe ich mir? Fragen wie diese gelte es gleich in der Findungsphase auszuloten.

Weiter gehe es dann mit der Immobiliensuche, der möglichen Rechtsform der Gemeinschaft und der Finanzierung. In der Papenstraße sind die neun Wohneinheiten allesamt Eigentumswohnungen. Sieben der insgesamt elf Bewohner (die Altersspanne reicht von Ende 20 bis 86 Jahren) sind  allerdings Mieter. Eine Alternative zur komplett privat finanzierten Eigentümergemeinschaft ist das Genossenschaftsmodell. Karin Sielemann skizziert am 13. März die verschiedenen Möglichkeiten.

Von der ersten Idee bis zur Realisierung sollten Interessentenkreise mehrere Jahre Zeit  einkalkulieren, sagt Karin Sielemann. Beim Infoabend erzählt sie aus der Zeit der Vorbereitung und gibt Einblicke in das heutige Leben im Wohnprojekt Papenstraße. Dieses wird ständig um neue Ideen reicher. Neuester Schulterschluss zwischen Bewohnern ist ein Carsharing. „Im Haushalt wird auch vieles geteilt, im Garten sowieso“, erzählt Karin Sielemann. In dem Baudenkmal untergebracht ist eine U3-Betreuung. Die Kinder bringen Leben in Haus und Garten.

„Wir nennen uns selbst die Papenheimer“, strahlt die Initiatorin und Bewohnerin. Sie und Architektin Susanne Krekeler, beide Mitglied im Zonta-Club, untermalen ihren Vortrag mit Fotos vom Leben im Haus und von den Umbaumaßnahmen.

Los geht es um 18 Uhr. Für maximal 40 Gäste ist Platz. Anmeldungen erbittet Karin Sielemann bis 11. März unter Telefon 05271/36368 oder karin.sielemann@web.de.